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Geschichtsträchtiger Streifzug durch Lützen in der Saale-Unstrut-Region

Lützen von oben

25.10. 2020, Sylvi Vahl

Die Saale-Unstrut-Region kannte ich bisher nur durch die Schildchen an der Autobahn oder aus dem Fernsehen. Der Wein ist ja hochgelobt und natürlich war mir auch die Himmelsscheibe von Nebra ein Begriff. Viel mehr jedoch konnte ich nicht mit dieser Region verbinden.

Nachdem wir, Mama Sylvie, Papa Volker sowie unsere beiden Mädels (8 und 14 Jahre alt) in diesem Jahr unsere Urlaubspläne kurzfristig ändern mussten, kam ich bei meiner Recherche nach Urlaubszielen in Deutschland wieder auf die Region Saale-Unstrut, und so entschieden wir uns recht spontan für einen Familienurlaub in der Saale-Unstrut-Region. Einer unserer Ausflüge führte uns dabei nach Lützen.

Erst nach unserer Ankunft wurde mir bewusst, an welch einem geschichtsträchtigen Ort wir waren. Wir entschlossen uns zu einem Besuch des Museums im Schloss Lützen, um einen Überblick über die fast 800-jährige Geschichte des Ortes und der Region zu bekommen.

Schwerpunkte der Ausstellung sind der Dreißigjährige Krieg, die Befreiungskriege, aber natürlich auch die Stadtgeschichte. Ich war besonders beeindruckt von einem Großdiorama in der Ausstellung. Dargestellt ist die Szene, in der der schwedische König Gustav II. Adolf unweit des Ortes auf dem Schlachtfeld fiel. Es ist eine bedeutende Zeit in der Geschichte der Region, die hier auf beeindruckende Art und Weise aufgearbeitet und wachgehalten wird.

Es lohnt sich übrigens, auch den Turm des Schlosses zu erklimmen. Von oben hat man eine herrliche Sicht über Lützen und bei gutem Wetter sogar bis nach Leipzig. Ich hätte hier Stunden verbringen können…

Nach der Museumstour ging es noch am selben Tag für uns zur Gustav-Adolf-Gedenkstätte, die nur wenige Autominuten entfernt ist. Hier wird die Geschichte des Dreißigjährigen Krieges noch spürbarer. Mit Hilfe von Audioguides kann man sich selbständig über das Gelände bewegen und gleichzeitig informieren. Besonders beeindruckend ist die Gedächtniskapelle direkt neben schwedischen Holzhäusern: quasi ein Stück Schweden mitten in der Region Saale-Unstrut und in jedem Fall ein bedeutendes Stück schwedisch-deutscher Geschichte.

Die schwedische Lützenstiftung ist hier sehr engagiert, und auch für die Schweden ist ein Besuch der Gedenkstätte bei einem Deutschlandurlaub gewissermaßen Pflichtprogramm. Schließlich ist hier ihr König Gustav II. Adolf ums Leben gekommen.

Nach einem leckeren Mittagessen im Parkrestaurant, in dem es wirklich herausragend gute Steaks gibt, ging es für uns dann noch in den Tierpark sowie den Kletterwald. Denn nach so viel Geschichte brauchten die Kinder definitiv nochmal etwas Anderes. Es war das erste Mal, dass unsere Jüngste kletterte, und entsprechend groß war die Freude über diese spontane Nachmittagsgestaltung.

Der Tierpark lohnt sich vor allem für jüngere Kinder. Neben den Tieren gibt es Spielmöglichkeiten, einen Barfußpfad, Ponyreiten und natürlich auch kleine kulinarische Highlights.

Zum Abschluss des Tages entschieden wir uns noch für eine Runde Ponyreiten und ein Eis. Der perfekte Abschluss für einen Tagesausflug nach Lützen.

Silvi von https://momsfavoritesandmore.de

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