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Schon gewusst? – Filmkulissen und Drehorte in Saale-Unstrut

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Entdecken Sie unsere Top 5 der Drehorte in Saale-Unstrut!

Die Jahrtausende alte Kulturlandschaft an Saale, Unstrut und Weißer Elster ist als Filmkulisse beliebt. Ob es bekannte Kino-Blockbuster wie „Die Päpstin“, „Der Medicus“ oder die Hollywood-Produktion „Monuments Men“ sind, für zahlreiche nationale und internationale Produktionen zog es die Crews hierher. Aber warum?

Regisseure, Produzenten und Locationscouts begeistert vor allem die Vielfalt an beeindruckenden Zeitzeugen des Hochmittelalters über die Zeit der Residenzstädte bis in die jüngere Vergangenheit. Die spannende Verbindung von Drehorten für Fantasieabenteuer und Schauplätzen bedeutender geschichtlicher Ereignisse ist natürlich für Gäste ebenso faszinierend.

Inhaltsverzeichnis

  • Filmburg Querfurt
  • Arche Nebra in Wangen
  • Stadt Weißenfels
  • Stadt Zeitz
  • Kaiserdom Merseburg

1. Filmburg Querfurt – zu Besuch bei „Die Päpstin“, „Der Medicus“ und „Räuber Hotzenplotz“

Ganz oben auf der Liste der gefragtesten Drehorte in Saale-Unstrut steht die Burg Querfurt. In mehr als 50 Produktionen konnte die fotogene Anlage mit einem Auftritt glänzen: Darunter sind Kino- und Fernsehhits wie „Die Päpstin“, „Der Medicus“, „Die zertanzten Schuhe“ oder „Jorinde & Joringel“. Erst im Mai 2020 entstanden Szenen für die Neuverfilmung des Kinderbuchklassikers „Räuber Hotzenplotz“. Wer sehen möchte, was auf der Burg Querfurt passiert, sollte sich das Frühjahr 2022 vormerken, denn dann soll der Film mit Armin Rohde in der Hauptrolle in die Kinos kommen.

Warum lohnt sich ein Besuch der Filmburg Querfurt?
Wie wäre es mit einer Sonderführungen für Filminteressierte? Jeweils am ersten Sonntag im Monat kann dabei auch die historische Kostümwerkstatt im Eselstall mit Original-Kleidern großer Kinoproduktionen besichtigt werden (Voranmeldung notwendig). Die Sonderausstellungen in der Burg widmen sich immer wieder neuen Bereichen rund um das Filmthema: Noch bis Mai 2022 steht die Silhouettenanimation unter dem Thema „Ganz großer Trick“ im Fokus.

Veranstaltungstipp
Höhepunkt des Jahres ist das jährlich im August stattfindende Sommerkino, bei dem auf dem Rondell der Südbastion die Leinwand aufgespannt wird – einfach nur ganz großes Kino

2. Arche Nebra – „Bibi & Tina“ in der Kakmann-Ranch

Nur etwa 17 Kilometer südlich von Burg Querfurt liegt oberhalb der Unstrut der nächste Drehort in Saale-Unstrut: die Arche Nebra.

Radtour-Tipp:
Wer sich etwas mehr Zeit nehmen möchte, der kann die Strecke von Querfurt zur Arche Nebra auch per Fahrrad bewältigen. Einfach den Himmelsscheiben-Radweg in der Region Saale-Unstrut entdecken, der den Fundort der Himmelsscheibe von Nebra mit dem Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle verbindet (siehe Himmelsscheiben-Radweg).

Es ist nicht ungewöhnlich, dass das Besucherzentrum rund um den Fundort der Himmelsscheibe von Nebra als Filmkulisse Beachtung fand. Der goldschimmernde futuristische Bau ist ein architektonisches Highlight in der Region Saale-Unstrut und spiegelt die goldene Sonnenbarke wider, die das zentrale Element auf der berühmten Himmelsscheibe von Nebra bildet.
Genau dieser Bau beflügelte die Fantasie des Filmemachers Detlef Buck. Er funktionierte ihn zur exzentrischen Villa eines größenwahnsinnigen Gauners um, als er diesen Drehort in Saale-Unstrut für seinen Film „Bibi & Tina“ entdeckte: „Wir waren inspiriert und dachten: Das wäre doch das ideale Zuhause für einen Antagonisten à la Goldfinger“, sagte er in einem Interview. Die Kakmann-Ranch des Bösewichts Kakmann, gespielt von Charly Hübner, in der Arche Nebra war geboren.

Wander-Tipp:
Der genaue Fundort der Himmelsscheibe ist, eine kleine Wanderung vom Besucherzentrum entfernt, auf dem Mittelberg zu finden. Ein Shuttle bringt regelmäßig Besucher hinauf. Wer aber den etwa 30-minütigen Marsch nicht scheut, kann sogar einige moderne und begehbare Kunstwerke entdecken. Das ist mal etwas anderes! (Hier geht es zum Rundweg Arche Nebra)

Warum lohnt sich ein Besuch in der Arche Nebra?
Die Mitarbeiter der Arche Nebra halten eine Dokumentation zu den Dreharbeiten bereit, die sie interessierten Besuchern gern zur Verfügung stellen. Doch auch das eigentliche Thema des Museums, die Himmelsscheibe von Nebra, ist spannend wie ein Thriller: Sie erzählt von Raubgräbern, die durch einen Zufall den Fund ihres Lebens machen, beharrlichen Kriminalisten und einem rätselhaften Artefakt von unschätzbarem Wert. Wechselnde Ausstellungen, Vorträge, Themenwanderungen und ein abwechslungsreiches Programm während der Ferien Sachsen-Anhalts locken immer wieder zu einem erneuten Besuch.

3. Weißenfels – „Es war einmal in Deutschland…“

Weißenfels ist eine der Residenzstädte der Region und darüber hinaus eine der wandelbaren Drehorte in Saale-Unstrut.
2016 avancierten Straßenzüge der Saalestadt bei Dreharbeiten zum Film „Es war einmal in Deutschland…“ zum zerbombten Frankfurt am Main nach dem Zweiten Weltkrieg. Glanz brachte dabei der beliebte Schauspieler Moritz Bleibtreu nach Weißenfels. Während des Films läuft er durch die Nord- und Weinbergstraße. Kinder ziehen ihr armseliges Hab und Gut auf einem Handwagen durch die verwüstete Stadt. Eine Frau wäscht sich neben Schuttbergen die Füße im Eimer. „Dass es einem die Stadt möglich macht, mitten im Zentrum einen ganzen Straßenzug zum Filmset umzubauen, ist sehr selten“, schätzt Regisseur Sam Garbarski das Entgegenkommen der Stadt Weißenfels.

Warum lohnt sich ein Besuch in Weißenfels?
Neben ihrem Charme als Drehort in Saale-Unstrut, ist es vor allem die musikalische Seite der Stadt, die es zu erleben gilt. Mit Weißenfels sind bedeutende Komponisten und Musiker wie Bach, Händel und Schütz verbunden. Vor allem letzterem widmet die Stadt ein ganzes Museum – interaktiv und spannend. Das Heinrich-Schütz-Haus  ist das einzige erhaltene Wohnhaus des Komponisten. Auf drei Etagen erfahren Besucher, wie Schütz lebte und arbeitete. In fiktiven Hörspielen lauschen sie seinen Erinnerungen, in der wiederhergestellten Komponierstube können sie zwei im Haus gefundene originale Notenfragmente des Komponisten besichtigen.

Veranstaltungstipp:
Jährlich im Oktober findet unter einem wechselnden Thema in Weißenfels das Heinrich-Schütz-Musikfest statt. Für Musikfans des 17. Jahrhunderts ein Genuss! (www.schuetz-musikfest.de)

4. Zeitz – „Das Mädchen mit den goldenen Händen“

Die gesellschaftlichen Umbrüche haben in Zeitz Spuren hinterlassen: Das macht die Stadt für Filmemacher interessant. In der Residenzstadt Zeitz an der Weißen Elster fand der Produzent Ingo Fliess für den Film „Das Mädchen mit den goldenen Händen“ (Filmstart Ende 2021) mit Corinne Harfouch eine Kleinstadt, die noch nicht komplett modernisiert ist. Hier entdeckte Ingo Fliess genau die Drehorte in Saale-Unstrut, die für einen Film, der 1999 spiele, perfekt waren: Straßenzüge, durch die man sich in die vergangene Zeit hineinversetzen kann.
Die Suche nach Kulissen ist hier immer eine Begegnung mit der über 1000-jährigen Geschichte. Bei Stadt-, Dom- und Schlossführungen, die in der Tourist-Information gebucht werden können, wird sie lebendig.

Warum lohnt sich ein Besuch in Zeitz?
Malerisch begrüßt das Schloss Moritzburg Zeitz samt dem attraktiven Schlosspark seine Gäste. Hier können Sie das Deutsche Kinderwagenmuseum besuchen oder durch den weitläufigen Schlosspark mit seinen charmanten Themengärten wandeln oder dem ein oder anderen Open-Air Konzert auf der Schlossparkbühne lauschen. Wer sich für Industriegeschichte interessiert, dem sei vor allem die Brikettfabrik Herrmannschacht empfohlen – sogar als ganz besondere Hochzeitslocation hat das Museum seinen Reiz.

Radtour-Tipp:
Noch mehr Industriegeschichte in der Region Saale-Unstrut kann auf dem Recarbo-Kohle-Radweg erkundet werden. Er führt Erholungspark Mondsee – einem ehemaligen Tagebau. Gleich in der Nähe des Sees kann in begrünten Wandelgängen den versunkenen Ortschaften nachgegangen werden.

5. Merseburger Dom – ein Hauch von Hollywood mit „Monuments Men“

Auch Hollywood erkannte den Charme der Drehorte in Saale-Unstrut. George Clooney wählte 2013 den Merseburger Dom als Kulisse für seinen Film „Monuments Men“. Ganz unverkennbar dominiert in der Schlussszene die Ladegast-Orgel die Szene. Filmfans können den prächtigen über 1000 Jahre alten Dom und die Orgel gern besichtigen.

Veranstaltungstipp:
Die Klangvielfalt der „Königin der Instrumente“ stellen jedes Jahr im September die Merseburger Orgeltage zur Schau. Hochkarätig besetzte Konzerte werden 10 Tage lang geboten – ein Muss für Orgelfans, wenn Sie die Region Saale-Unstrut besuchen!

Warum lohnt sich ein Besuch in Merseburg?
Das Gelände aus Kaiserdom Merseburg, Domschatz und Kapitelhausgarten lädt zum längeren Verweilen und Erkunden ein. Gleich neben dem Dom können Sie auch das Kulturhistorische Museum Schloss Merseburg mit seinen Dauerausstellungen zur Stadtgeschichte oder den vielfältigen Sonderausstellungen erkunden. An das Dom-Schloss-Ensemble schließt sich der weitläufige Schlosspark an, der im Sommer immer wieder für Konzerte genutzt wird.

Veranstaltungstipp:
Merseburg ist auch bekannt für die berühmten Merseburger Zaubersprüche. Es liegt also nicht fern, dass sich die Stadt ein Zauberfest einfallen ließ. Es findet immer im Oktober statt und verwandelt das Zentrum vom Kliaplatz bis zum Petrikloster in eine zauberhaft mystische Welt voller Märchenwesen, Zauberer und Hexen. www.merseburg.de

Sie wollen noch mehr Filme und Drehorte in Saale-Unstrut?

Hier finden Sie eine kleine Auswahl.

  • „Mission Ulja Funk“ – Nempitz,
  • Weißenfels © 2021
  • „Alfons Zitterbacke“ – Merseburg © 2020
  • „Adam und Evelyn“ – Naumburg, Weißenfels, Teutschenthal © 2018
  • „Bibi & Tina – Tohuwabohu total“ – Vitzenburg © 2017
  • „Hanni & Nanni – Mehr als beste Freunde“ – Burgscheidungen © 2017
  • „Paula“ – Merseburg © 2016
  • „Tschick” – (Könnern), Petersberg © 2016
  • „Berlin Fairy Tale“ – Saaleck © CHN 2015
  • „Der Nanny“ – Burgscheidungen © 2014
  • „Sechs auf einen Streich – Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen“ – Schulpforte, Freyburg © 2014
  • „Lauf Junge Lauf“ – Landsberg © 2013
  • „Unsere Mütter, unsere Väter“ – Zeitz © 2012
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