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Andreas Neumann-Nochten: Augenblicke des Wandels

© Copyright by Stadtmuseum Naumburg

Beschreibung:

politische Bilder 1988-1992

Nazi-Schläger, die einen Mann zusammenschlagen, nur weil er eine Kippa trägt? Die Szene, die an die unselige Vergangenheit gemahnt, aber leider auch der prekären Gegenwart ent-stammen könnte, ereignete sich tatsächlich in Naumburg 1988, als der friedliebende Arbei-ter- und Bauernstaat seinem unaufhaltsamen Ende entgegentaumelte. Angestachelt waren die Schläger ausgerechnet von der
politische Bilder 1988-1992

Nazi-Schläger, die einen Mann zusammenschlagen, nur weil er eine Kippa trägt? Die Szene, die an die unselige Vergangenheit gemahnt, aber leider auch der prekären Gegenwart ent-stammen könnte, ereignete sich tatsächlich in Naumburg 1988, als der friedliebende Arbei-ter- und Bauernstaat seinem unaufhaltsamen Ende entgegentaumelte. Angestachelt waren die Schläger ausgerechnet von der „Staatssicherheit“, jener Geheimpolizei, deren Aufgabe es war, den Aufbau des „Sozialismus“ gegen Gegner desselben (im Nazi-Jargon: „Volksfeinde“) abzusichern. Einen dieser „Feinde“ sah man offensichtlich in Andreas Neumann-Nochten, der sich als Theologie-Student in Naumburg u. a. für die Friedensbewegung engagierte.
Im Haus zur Hohen Lilie am Naumburger Marktplatz zeigt das Stadtmuseum ab dem 29. Au-gust explizit politische Bilder, die Neumann-Nochten, der von 1979 bis 1992 in Naumburg lebte, zwischen 1988 und 1992 gemalt hat. Die Tage des Umbruchs und der friedlichen Revo-lution waren für ihn gleichermaßen Ziel und Höhepunkt eines Weges, den er bereits ab 1981 als Mitglied des Naumburger Friedensarbeitskreises beschritten hatte.
Ereignisse, Gedanken und Stimmungen, die ihn unmittelbar vor, mit und nach der politi-schen Wende beschäftigten wurden von ihm in Zeichnungen, Grafiken und Bildern verarbei-tet. Sie sind Dokumente des kulturpolitischen Geschehens im deutsch-deutschen Zusam-mengehen, das in diesem Jahr sein 30jähriges Jubiläum begeht. Während diese augenschein-lich politischen Bilder im Sonderausstellungsraum im Erdgeschoss zu sehen sind, begegnet man im 1. Obergeschoss einer Serie von Buntstiftzeichnungen, auf denen der Maler histori-sche Gebäudekomplexe vor ihrem Abriss festgehalten hat: „Augenblicke des Wandels“ ent-deckt man auch hier.
Andreas Neumann-Nochten ist 1960 geboren. Er studierte ab 1979 Theologie am Katecheti-schen Oberseminar in Naumburg und engagierte sich viele Jahre in der hiesigen Friedensbe-wegung, deren kritisch-oppositionelle Haltung zum Regime oft genug repressive Maßnah-men nach sich zogen. Nach dem Studienabschluss war er als Krankenpfleger tätig und wid-mete sich gleichzeitig Studien im Bereich Malerei, Grafik und Karikatur. Es folgte ein Fernstu-dium im Fachgebiet Werbegrafik-Design. Nach einigen Jahren in Berlin fand er 1999 seinen Lebensmittelpunkt in Görlitz und arbeitet heute als freischaffender Künstler, Theologe und Publizist. Einige seiner Karikaturen, Plakate und Bilder wurden als illustrative Beispiele der DDR-Bürgerrechtsbewegung für das Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig erworben.

Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten: Di--So/Feiertag: 10 bis 17 Uhr
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  • Touristische Veranstaltung
  • für jedes Wetter
  • Zielgruppe Jugendliche
  • Zielgruppe Erwachsene
  • Zielgruppe Senioren
  • für Kinder (jedes Alter)
  • für Schulklassen
  • für Familien
  • für Individualgäste
  • Deutsch
4,00 Euro / ermäßigt 3,00 Euro -- Frei für Personen unter 18 Jahren und Schulklassen

  • Karten an der Abendkasse

Wann:


nächste Veranstaltungen:

24. Sep. 2020 - 10:00 Uhr
25. Sep. 2020 - 10:00 Uhr
26. Sep. 2020 - 10:00 Uhr
27. Sep. 2020 - 10:00 Uhr
29. Sep. 2020 - 10:00 Uhr

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es sich hierbei um eine wiederkehrende Veranstaltung handelt. Es werden nur die nächsten 5 Termine angezeigt. Für weitere Veranstaltungen schauen Sie bitte zu einem späteren Zeitpunkt.

Wo:

Veranstaltungsort:

Stadtmuseum "Hohe Lilie" Markt 18

Markt 18
06618 Naumburg
Telefon: 03445-703503
E-Mail: post@museumnaumburg.de
Webseite: https://mv-naumburg.de/

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