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Frühblüher in Saale-Unstrut – Winterlinge und Märzenbecher locken nach draußen

Frühblüher in Saale-Unstrut - Winterlinge (c) Heidi Heldt

Frühblüher in Saale-Unstrut erkunden - hier sind sie zu finden

Die ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr sind immer wieder der Moment, an dem wir uns auf die Suche nach den passenden Zielen für eine Frühjahrswanderung machen. Saale-Unstrut als naturnahe Reiseregion hat ein paar wunderschöne Orte zu bieten, an denen Winterlinge und Märzenbecher in voller Blüte stehen.

Wussten Sie, dass... die ersten Winterlinge schon im 16. Jahrhundert über die Alpen nach Mitteleuropa kamen?
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Winterling-Tage in Ostrau werden jedes Jahr gefeiert

Harmonisch eingebettet in die Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts liegt, nordöstlich von Halle, das Barockschloss Ostrau. Standort und Gebäude sind in ihrer Geschichte interkulturell geprägt: Das Schloss wurde vom kurfürstlich-hannoverschen Hofarchitekten Louis Remy de la Fosse im französisch-italienischen Stil entworfen, auf einer slawischen Siedlungsinsel aus
dem 9. Jahrhundert errichtet und es ist umgeben von einem der ersten englischen Landschaftsgärten auf deutschem Boden. Der 14 Hektar große Schlosspark ist ein Paradies für verträumte Spaziergänge und gemächlichen Lustwandel.

Unser Tipp: Winterling-Tage von Mitte Februar bis Mitte März 2022

Im Rahmen der Winterling-Tage erwartet die Besucher neben dem beeindruckenden Naturerlebnis, das die leuchtend gelben Frühblüher-Wiesen im Park bieten, auch kultureller und kulinarischer Genuss. Das aktuelle Programm ist unter www.ostrau.de zu finden.

Frühblüher in Saale-Unstrut (c) Heidi Heldt
Frühblüher in Saale-Unstrut (c) Heidi Heldt
Winterlinge (c) Heidi Heldt
Winterlinge (c) Heidi Heldt
Frühblüher in Saale-Unstrut - Winterlinge (c) Heidi Heldt
Frühblüher in Saale-Unstrut - Winterlinge (c) Heidi Heldt

Bei Jena gibt es einen ganzen Wanderweg zu den Winterlingen

Im thüringischenTeil von Saale-Unstrut, nicht weit von Jena entfernt im Rautal, erfreuen sich jedes Jahr zahlreiche Wanderer an den gelben Blüten des Winterlings. Das einmalige Vorkommen dieses Frühblühers bei Closewitz in dieser Größenordnung ist ausgesprochen ungewöhnlich. Von Closewitz aus sind es nur rund 700 Meter, bis das Blütenmeer erreicht ist.

Vermutlich im 17. Jahrhundert sind die Winterlinge mit Weinreben aus Südeuropa eingewandert – ein Glück für die heutigen Menschen, die auf der Suche nach Frühblühern in Saale-Unstrut sind. Das günstige Klima des Jenaer Talkessels und die naturnahe Zusammensetzung des Waldbestandes begünstigen die natürliche Ausbreitung der Winterlinge.

Unser Tipp: Winterlinge-Rundweg bei Jena
Unter www.visit-jena.de finden Sie die wichtigsten Informationen zum Winterlinge-Rundweg. Auch ein kleines Video soll Ihnen Lust machen, sich auf die Spur der Winterlinge zu begeben.

Wussten Sie, dass... auf einem Quadratmeter ca. 300 Blüten wachsen? Das bedeutet, es wachsen im gesamten Flächengebiet rund um Closewitz rund 1,6 Millionen gelbblühende Pflanzen. Bis zu 5 Millionen können es schon einmal werden.
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Das Märzenbechertal bei Landgrafroda

Im Ziegelrodaer Forst, unweit von Querfurt, liegt südwestlich des Ortsteils Landgrafroda das Märzenbechertal. Die Hänge des Kerbtals sind mit Buchen und Eichen bewachsen und bieten den Märzenbechern optimale Bedingungen. Sie haben sich stark verbreitet und bilden zur Blützeit zwischen Ende Februar und Anfang April einen erfrischenden Anblick nach der langen Winterzeit.

Wanderer erleben einen Teppich mit Millionen der weißen, kelchartigen Blüten mit den typischen grünen Punkten. Der Märzenbecher steht unter Naturschutz und lockt jedes Jahr zahlreiche Besucher aus Nah und Fern nach Saale-Unstrut. 

Das Märzenbechertal bei Landgrafroda ist sogar seit 1989 als flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen. 
Nichts wie hin! Faszinierender können Frühblüher in Saale-Unstrut nicht sein.

Unser Tipp: Wanderung durch das Märzenbechertal
Sie können in Landgrafenroda am Feuerwehrhaus starten. Eine kurze Rundtour sind rund 4 Kilometer, aber es ist auch möglich, den Tag länger im Ziegelrodaer Forst zu verbringen.

Märzenbecherwald bei Ossig im Zeitzer Forst

Nicht weit entfernt von Zeitz – zwischen der Gemeinde Gutenborn und Wetterzeube – liegt der kleine Ort Ossig mitten im Landschaftsschutzgebiet Aga-Elster-Tal und Zeitzer Forst im äußersten Süden des Landes Sachsen-Anhalt an der Grenze zu Thüringen. Die charakteristische Hügellandschaft, deren höchste Erhebung die Grabeholzhöhe mit 299 Meter über NN ist, umfaßt die tiefeingeschnittenen Täler der Weißen Elster und der Aga sowie die angrenzenden Hochflächen. Der Zeitzer Forst stellt dabei das größte, relativ gering erschlossene Waldgebiet im Süden Sachsen-Anhalts dar.

Gerade im Frühjahr – zur Zeit der Frühblüher bekommen die Einwohner von Ossig mehr Besuch, als sie es sonst gewohnt sind. Sonnenhungrige und Frühjahrsausflügler sind auf dem Weg in den Märzenbecherwald, um die kleinen Kelchblüten mit den grünen Punkten zu finden.

Es ist ein wenig wetter- und niederschlagsabhängig, wann die Märzenbecher in ihrer vollsten Blüte stehen. Manchmal kann es schon Mitte Februar sein, in anderen Jahren tatsächlich erst im März. Vielleicht sollten Sie einfach mehrere Ausflüge planen, um den schönsten Moment nicht zu verpassen.

Unser Tipp: Ab Ossig entlang des Märzenbecherwegs
Wenn Sie ab Ossig der Aga folgen, stoßen Sie bald auf ein Hinweisschild, der Sie durch den Märzenbecherwald führt. Wenn Ihnen der Ausflug noch nicht reichen sollte, schlagen Sie anschließend den Weg Richtung Breitenbach ein. Abwechslungsreich, romantisch und wunderschön.

Eine kleine Einkehrmöglichkeit ist das Ossiger Raststübl. Da es aber über nur wenige Plätze im Gastraum verfügt, freuen sich die Betreiber über vorherige Anmeldung (Tel. 034423 22019).

Mit Vorsicht und Bedacht zu den Freuden des Frühlings!
Hier sei noch ein wichtiger Hinweis erlaubt. Märzenbecher stehen unter Naturschutz und gehören damit zu den schützenswerten Arten. Bitte bleiben Sie auf den Wegen und sorgen Sie mit Ihrem rücksichtsvollen Verhalten dafür, dass uns die Freuden des Frühlings noch viele Jahre Freude bereiten können.

Märzenbecher bei Neuengönna und Hirschroda

Im Erdengraben zwischen Dornburg und Neuengönna tritt auf einer größeren Fläche der Märzenbecher auf. Ihr Lebensraum ist der feuchte, lehmige Boden von Auen- und Laubwäldern. Wie Sie ja bereits lesen konnten, kann sich Saale-Unstrut über mehrere Wiesen und Wälder freuen, an denen die Märzenbecher in Hülle und Fülle vorkommen.

Der kleine Ort Neuengönna liegt zwischen der Lichtstadt Jena und Dornburg-Camburg mit seinen wunderschönen Dornburger Schlössern. Von Dornburg aus in nördliche Richtung entlang der Saale geht es über Hirschroda nach Camburg. 

Märzenbecher ganz nah (c) Gemeinde Gutenborn, Kinderfestverein Ossig e.V.
Märzenbecher ganz nah (c) Gemeinde Gutenborn, Kinderfestverein Ossig e.V.
Unser Tipp: Mit dem ÖPNV zu den Märzenbechern

Neuengönna ist sehr gut mit der Bahn zu erreichen – oder besser gesagt: die Orte drumherum. Aus Richtung Jena sollten Sie in Porstendorf aussteigen, um dann noch etwa eine halbe Stunde bis nach Neuengönna zu wandern. Die zweite Möglichkeit ist der Ausstieg in Dornburg-Camburg – so haben Sie die Dornburger Schlösser oberhalb des weinbewachsenen Muschelkalkfelsens gleich als einen weiteren Höhepunkt der Wanderung vor sich. Wenn Sie von Dornburg aus lieber Richtung Camburg wandern möchten, ist das auch möglich. Zwischen Hirschroda und Wichmar tauchen die Märzenbecher ebenfalls in großer Anzahl auf.

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