In Schillers Gartenhaus kann man auch heute noch ein bedeutendes Stück Kulturgeschichte der Lichtstadt erleben. Doch nicht nur das Gartenhaus mit seinen drei Stockwerken, auch die nach historischen Vorlagen rekonstruierte Gartenanlage lädt zu Erkundungen ein.
Der Dichter, Historiker und Philosoph lebte und wirkte hier zehn Jahre lang. Im Haus Schillergässchen 2 verbrachte er mit seiner Familie die Sommermonate von 1797-1799. Neben dem Wohnhaus können auch die Gartenzinne und das Küchenhäuschen besichtigt werden.
1798 ließ Friedrich Schiller in der südwestlichen Ecke seines Gartens ein kleines Türmchen errichten. Unten befand sich ein Bad, darüber ein Arbeitszimmer mit weitem Blick über Jena – ein stiller Ort zum Schreiben und Denken. Rundherum wuchsen Obst, Gemüse und Kräuter, und unter der Pergola steht bis heute der runde Steintisch, an dem Schiller und Goethe oft zusammensaßen und „so manches gute und große Wort“ wechselten.
In Haus und Garten schloss Schiller sein großes Drama “Wallenstein” ab, arbeitete an Teilen der Dramen “Maria Stuart” und “Die Jungfrau von Orleans” und an vielen Balladen.
Noch heute trägt die Universität der Stadt Schillers Namen und erinnert an sein langjähriges Wirken in Jena.