Die Zisterzienserabtei St. Marien zur Pforte, 1137 nahe Naumburg (Saale) gegründet, war einst ein bedeutendes Kloster im Mittleren Saaletal. Ursprünglich sollte das Kloster in Schmölln (Thüringen) errichtet werden, doch wurde der Standort aufgrund gesellschaftlicher Unruhen verlegt. Die Mönche der Abtei widmeten sich intensiv dem Weinbau, der Landwirtschaft und der Nutzung von Wasserkraft.
Die Klosterkirche, eine beeindruckende Basilika aus dem Jahr 1150, vereint Baustile der Romanik und der Gotik. finden sich die gotische Fensterrose und das Triumphkreuz aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Nach der Reformation wurde das Kloster geschlossen und im 16. Jahrhundert in eine protestantische Bildungseinrichtung umgewandelt.
Die Landesschule Pforta, 1543 von Herzog Moritz von Sachsen, dem späteren Kurfürsten, im säkularisierten Zisterzienserkloster begründet, ist ein traditionsreiches Internatsgymnasium in Trägerschaft des Landes Sachsen-Anhalt. Sie entstand als eine der ersten staatlichen höheren Schulen Deutschlands und zählt berühmte Persönlichkeiten wie Nietzsche, Fichte und Klopstock zu ihren Schülern. Heute werden begabte Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland in den Zweigen Musik, Naturwissenschaften und Sprachen von der 9. Klasse bis zum Abitur in Klasse 12 geführt.