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Saaleradweg

© Copyright by Vincent Grätsch
Tourdaten

mittel

403.8 km

04:28 h

49 m

740 m

3225 m

3914 m
 
Höhenprofil

Beschreibung:

Erlebnis Saaleradweg

Etappe 1
Die Saale entspringt im Fichtelgebirge bei Zell, am Nordhang des großen Waldsteines. Reisen Sie mit der Bahn an, empfehlen wir die Bahnhöfe in Hof oder Münchberg als Ausgangspunkt. Von Münchberg aus fahren Sie nach Zell, von dort führt der Radweg immer an der Saale entlang über Schwarzenbach a.d.Saale mit seinem Stadtzentrum und dem Erika-Fuchs-Haus, dem beliebten Comic- Museum, bis nach
Erlebnis Saaleradweg

Etappe 1
Die Saale entspringt im Fichtelgebirge bei Zell, am Nordhang des großen Waldsteines. Reisen Sie mit der Bahn an, empfehlen wir die Bahnhöfe in Hof oder Münchberg als Ausgangspunkt. Von Münchberg aus fahren Sie nach Zell, von dort führt der Radweg immer an der Saale entlang über Schwarzenbach a.d.Saale mit seinem Stadtzentrum und dem Erika-Fuchs-Haus, dem beliebten Comic- Museum, bis nach Hof. Mit Blick auf die ersten Häuser der Stadt lohnt ein Abstecher zum Untreusee, einem Naherholungszentrum der Hofer. Vorbei am attraktiven Hallenbad und weiter durch die Saaleauen erreichen Sie die Hofer Saalebrücke. Von hier aus lassen sich die Hofer Altstadt mit der Michaeliskirche (1230 gebaut), das neugotische Rathaus, die herrlichen Biedermeierfassaden der Ludwigstraße oder das Museum Bayerisches Vogtland am besten erkunden. Bei einer Rast genießen Sie die ausgezeichneten Hofer Wurst- und Bäckereiwaren. Nach einem Blick auf das reizvolle Jugendstil-Gebäude im Bürgerpark Theresienstein, der zu den schönsten deutschen Parks zählt, führt die Route immer an der Saale entlang aus der Stadt hinaus.

Etappe 2
Von Hof aus verläuft der Radweg durch hügelige Landschaft und schattige Wälder, zum Teil gemeinsam mit dem Jean-Paul-Wanderweg. Der Anstieg hinter der Unterführung der Autobahn A 72 wird mit einer Schussfahrt zur Fattigsmühle aus dem 17. Jahrhundert belohnt. Bald erreichen Sie den kleinen Ort Joditz mit sehenswerter Kirche und dem privaten Jean-Paul-Museum (Auf Anfrage geöffnet). Außerhalb des Ortes laden Badesee und Campingplatz zum Verweilen ein. Kurz vor Hirschberg führt der Radweg bergab nach Untertiefengrün. Hier war und ist die Saale Grenzfluss, heute jedoch »nur noch« zwischen Bayern und Thüringen. Am anderen Ufer der Saale liegt das thüringische Hirschberg mit seinem Schloss auf dem Lohberg. Kurz vor Rudolphstein überqueren Sie die Autobahn A 9. Der Radweg führt am Schloss Rudolphstein vorbei ins Tal und steigt auf der wenig befahrenen Landstraße in Richtung Pottiga an. Bergab geht es dann nach Blankenberg, um dann in Blankenstein wieder steil anzusteigen.

Etappe 3
Diese Etappe beginnt in Blankenstein und führt Sie durch das Thüringer Schiefergebirge und entlang der Saalestauseen. Zum Teil erwarten Sie starke Steigungen und eine hügelige Wegführung, aber die einmaligen Panoramablicke sind jede Anstrengung wert. Auf anspruchsvollen Wegen über Harra und durch das Eisenbahnviadukt Lemnitzhammer radeln Sie am Ufer des Bleiloch- Stausees, dem größten Stausee Deutschlands über die Brücke bis nach Saaldorf. Auf Waldwegen geht es zum nächsten Etappenziel: Saalburg. Hier laden Sie viele touristische Attraktionen dazu ein, das Fahrrad abzustellen und zu entdecken: Kletterwald, Bootsverleih, Fahrgastschifffahrt oder Sommerrodelbahn. Auf der ehemaligen Bahntrasse der Oberlandbahn fahren Sie über Gräfenwarth nach Burgk, wo Sie das berühmte Schloß Burgk und der Saaleturm erwarten. Von dort oben genießen Sie einen unvergesslichen Ausblick auf die fjordähnliche Landschaft. Wenn Sie wieder im Sattel sitzen, geht es über die Holzbrücke auf die andere Seite der Saale. Sie radeln auf ufernahen Forstwegen nach Walsburg und folgen dem ursprünglichen Lauf der Saale bis nach Ziegenrück. Allein das Rauschen des Wassers und das Säuseln der Blätter begleitet sie hier. In Ziegenrück lohnen ein Besuch des Wasserkraftmuseums und die Rast bei den fahrradfreundlichen Gastgebern.

Etappe 4
Gut ausgeruht beginnt diese Etappe mit einer Steigung durch unberührte Natur nach Paska. Anschließend werden Sie mit einer rauschenden Abfahrt zur Linkenmühle »belohnt«. Die Mühlenfähre setzt Sie von Ostern bis Ende der Herbstferien bequem und schnell nach Altenroth über. Außerhalb der Fährzeiten können Sie eine Alternativroute nutzen, die jedoch nicht ausgeschildert ist. Diese führt Sie über öffentliche Straßen von Ziegenrück bis nach Altenbeuthen und ist recht beschwerlich. Zwischen Ziegenrück und Mühlenfähre bzw. in Richtung Altenbeuthen kann von Mai bis Oktober ein Bike-Shuttlebus genutzt werden, um die teilweise starke Steigung einfach überwinden zu können. Besuchen Sie in Reitzengeschwenda das Volkskundemuseum, das interessante Einblicke in die Geschichte der Region vermittelt. Von hier aus fahren Sie gemächlich bergab zur Staumauer Hohenwarte, die einen imposanten Eindruck hinterlässt, bevor die Tour auf ebener Strecke weiter bis Kaulsdorf führt. Der Abschnitt bis Saalfeld ist wieder durch einige steile An- und Abstiege geprägt. Die Stadt Saalfeld, als »Steinerne Chronik Thüringens« bekannt, lädt Sie zu einem gemütlichen Stadtbummel ein. Einen Abstecher in die »farbenreichsten Schaugrotten der Welt« mit Feenweltchen und Grottoneum sollten Sie nicht verpassen.

Etappe 5
Der fünfte Streckenabschnitt ab Saalfeld ist für Kulturliebende besonders interessant. Ab hier ist der Saaleradweg fortan familienfreundlich. Die Tour führt Sie zunächst nach Rudolstadt. Hoch über der historischen Altstadt thront majestätisch das Residenzschloss Heidecksburg. Hier können Sie sich von der »Rococo en miniature« – einer phantastischen Miniaturenwelt im Stile des Rococo – verzaubern lassen. Oder Sie besuchen das Schillerhaus, die Erstbegegnungsstätte von Goethe und Schiller. Von Rudolstadt führt Sie der Weg direkt vorbei an der Weißenburg – hier bietet sich eine kurz Rast bei imposanten Blicken über das Saaletal an – bevor Sie als nächstes Ziel den traditionellen Flößerort Uhlstädt mit seinem Flößereimuseum erreichen. Weiter über Freienorla, wo die Orla in die Saale mündet, liegt hoch über dem Saaletal die Kemenate von Orlamünde. Später sehen Sie schon die »Königin des Saaletals« – die Leuchtenburg – oben über den Hängen thronen. Entdecken Sie hier die faszinierenden sieben »Porzellanwelten«. Auch die historische Altstadt von Kahla und das Porzellanwerk mit Werksverkauf sind eine Besichtigung wert. Nur wenige Kilometer weiter entdecken Sie die lebendige Universitäts- und Lichtstadt Jena – eingebettet in südländisch anmutende Muschelkalkhänge – seit jeher ein beliebtes Ziel für kulturhistorisch und botanisch Interessierte. Entdecken Sie hier u. a. das dienstälteste Planetarium der Welt, bevor Sie den Abend in der malerischen Kneipenmeile in der Wagnergasse ausklingen lassen.

Etappe 6
Sie verlassen Jena über die Kunitzer Hausbrücke mit Blick auf die Kunitzburg. Schon von weitem grüßen bald die berühmten Dornburger Schlösser von den imposanten Muschelkalkfelsen. Am Bahnhof in Dornburg (Saale) können Sie Ihre Räder abstellen und die Schlösser mit ihren Ausstellungen sowie den Schlosspark zu Fuß besuchen. Wieder auf dem Radweg ermöglicht ein kurzer Anstieg am Dorndorfer Zementwerk einen schönen Ausblick in das Saaletal. Eine Rast auf dieser Etappe sollten Sie sich am Wehr in Döbritschen oder in Camburg, an den Mauern der Camburg und der Cyriaksruine gönnen. Im folgenden Weindorf Kaatschen können Sie Thüringer Weine im Weingut direkt am Saaleufer genießen. Etwas später sehen Sie die berühmten Saaleburgen Saaleck und Rudelsburg am Horizont – eine steile Auffahrt führt Sie direkt zu den historischen Zeitzeugen. Im Kurstädtchen Bad Kösen führt Sie die Tour unterhalb des Gradierwerkes entlang (familienfreundlichere Empfehlung: Nutzung der ausgewiesenen Alternativstrecke auf der L 203, zwischen Saaleck und Bad Kösen). Nun werden Sie bis nach Naumburg von den Weinbergen des Anbaugebietes Saale-Unstrut begleitet. Die sechste Etappe endet schließlich in der von sanften Hügeln eingebetteten Domstadt Naumburg. Sehenswert ist unter anderem die Altstadt mit dem historischen Stadtkern und natürlich dürfen Sie einen Besuch des Naumburger Doms St. Peter und Paul nicht verpassen.

Etappe 7
In der Etappe 7 von Naumburg nach Halle windet sich die Saale durch ein idyllisches weitläufiges Tal, dessen Talhänge von manch alten Befestigungen gekrönt sind. Nachdem Sie Schönburg passiert haben, grüßt von Weitem Schloss Goseck. Die neue Saalebrücke in Leißling ermöglicht es, Schloss Goseck und das steinzeitliche Sonnenobservatorium auf kurzem Weg über den Dolmenradweg zu erreichen. Zurück auf dem Saaleradweg, erreichen Sie Weißenfels mit dem barocken Schloss Neu- Augustusburg, der frühbarocken Schlosskirche und dem Musikermuseum Heinrich-Schütz-Haus, bevor Sie an die Servicestation Bad Dürrenberg am Fuße des Sohlebohrturms kommen. Hier können Sie Ihr Rad abstellen und das längste Gradierwerk Europas und den Kurpark Bad Dürrenberg besichtigen. Merseburg, eine der ältesten Städte Mitteldeutschlands, mit seinem beeindruckenden Schloss und dem Dom sollten Sie nicht verpassen. In Richtung Halle queren Sie die reizvolle Auenlandschaft, bevor die Saale die Weiße Elster als ihren größten Nebenfluss aufnimmt. Die über 1200-jährige Händelstadt Halle präsentiert sich mit vielen Sehenswürdigkeiten und einem reichen Kulturangebot. Sie beherbergt mit der Burg Giebichenstein und der Moritzburg sowohl die älteste wie auch die jüngste Burg an der Saale. Unbedingt besuchen sollten Sie das Technische Halloren- und Salinemuseum, das Geburtshaus Händels (mit Musikmuseum) und die Marktkirche. Im Norden der Stadt finden Sie den einzigen deutschen Bergzoo und das Landesmuseum für Vorgeschichte.

Etappe 8
Von Halle führt der Radweg durch die einzigartige Landschaft des Naturparks »Unteres Saaletal«. Hoch über dem Saaletal thront die Stammburg der Wettiner über dem gleichnamigen Ort Wettin. Die sehenswerte historische Templerkapelle in Mücheln. lädt in den Sommermonaten zu Konzerten ein. Weiter geht es in die alte Schifferstadt Alsleben mit ihrem Saaltor als ehemaliger Teil der Stadtmauer. Schon von weitem grüßt das ehemalige Residenzschloss Plötzkau des früheren Herzogtums Anhalt-Plötzkau. Im Schloss existiert ein kleines Museum zur Geschichte des ehemaligen Herzogtums. Eine im Schlosshof liegende Gaststätte mit Blick über den Auwald lädt zum Verweilen ein. Der Radweg führt nun durch den artenreichen Auwald zwischen Plötzkau und Bernburg. Die alte Residenzstadt des ehemaligen Herzogtums Anhalt-Bernburg bildet das Etappenende. Doch das malerische Schloss – auch als »Krone Anhalts« bezeichnet –, die historische Berg- und Talstadt, die romanische Dorfkirche St. Stephani im Stadtteil Waldau und der Märchengarten Paradies samt Parkeisenbahn lassen keine Langeweile aufkommen. Wer nach dem Besuch der vielen Sehenswürdigkeiten noch Puste hat, kann die Saale mit dem Fahrgastschiff MS »Saalefee« entdecken.

Etappe 9
Die neunte Etappe führt bis zum Ziel nach Barby, wo die Saale als breiter schiffbarer Fluss in die Elbe mündet. Zahlreiche Kulturstätten liegen am Weg. Hervorzuheben ist die Klosterkirche St. Marien und St. Cyprian in Nienburg. Auf Grund der imposanten Fragmente des spätromanischen Stuckfußbodens wurde die Kirche in die Straße der Romanik aufgenommen. Weiter geht es über Wedlitz und Wispitz nach Tippelskirchen und Gottesgnaden in Richtung Calbe. Von dort aus lohnt sich ein Abstecher nach Calbe, die Rolandstadt am Saalebogen. Der Weg dorthin führt über die neue Saale- Brücke oder die Fähre Calbe/Gottesgnaden. Anschließend führt Sie der Saaleradweg durch die Aue über Trabitz in Richtung Groß Rosenburg. Schauen Sie sich die nähere Umgebung an und besuchen Sie die Burgruine in Klein Rosenburg. Von Groß Rosenburg setzen Sie mit der Gierfähre zum anderen Ufer der Saale über. Auf einem gut ausgebauten Wirtschaftsweg geht es weiter nach Barby zur Mündung der Saale in die Elbe. Besonders reizvoll ist die Landschaft um Barby herum, das Elbstädtchen liegt an der Grenze des UNESCO Biosphärenreservats Mittelelbe. Symboltier der einmaligen Flusslandschaft ist der Elbebiber. Empfehlenswert ist die Weiterfahrt bis nach Schönebeck auf dem Elberadweg. Der dortige Bahnhof bietet eine ideale Anbindung an den regionalen und überregionalen Bahnverkehr. Auf dem Weg dorthin kommen Sie zum Ringheiligtum Pömmelte, dem deutschen Stonehenge, welches zu den Himmelswegen gehört.


 Mehr lesen
Start: Zell im Fichtelgebirge
Ausgangspunkt:
Ziel: Barby - Mündung in die Elbe
  • Schwierigkeit: mittel
  • Kondition: schwer
  • Kulinarisch interessant
  • Familienfreundlich
  • Kulturell interessant
  • Einkehrmöglichkeit
  • Mehrtagestour
  • Unterkunftsmöglichkeit
  • Beschilderung
Tipp des Authors: Abstecher oder Verknüpfungsmöglichkeiten bieten bei Blankenstein der Rennsteig-Radweg, in Jena der Fernradweg Thüringer Städtekette, in Großheringen der Ilmtal-Radwanderweg in Richtung Weimar, bei Naumburg der Unstrutradweg in Richtung Freyburg, in Merseburg der Salzstraßenradweg, in Halle der Radweg Saale-Harz in Richtung Lutherstadt Eisleben und der Himmelsscheibenradweg, bei Bernburg der Europaradweg R1 sowie der Wipper-Radweg und an der Mündung bei Barby schliesslich der Elberadweg.

  • immer geöffnet

Tourenverlauf:

Kontakt:

Saaleradweg e.V. c/o Stadt Jena

Am Anger 15
07743 Jena
Telefon: +49 36601 / 905206
E-Mail: info@saaleradweg.de
Webseite: http://www.saaleradweg.de/

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