Kloster Zscheiplitz öffnet seine Räume für eine intime Reise durch fünf Jahrhunderte asiatischer Malerei – von timuridischem Herat und dem Safawidenreich über Krishnas Höfe in Indien und siamesische Tempelstoffe bis hin zu japanischen Weisen und einem Fächerbild der Qing‑Zeit. Die gezeigten Miniaturen, Textilien und Rollen stammen aus der Muljukin–Hahn‑Sammlung, die ihren Weg von St. Petersburg über Shanghai, Harbin und Zentralasien bis in die Stille über der Saale gefunden hat.
Die Ausstellung ist klein im Umfang, aber weit im Empfinden: Höfe, Wälder und Pavillons werden zu Orten, an denen Götter, Menschen und Landschaft einander berühren und Liebe wie Sehnsucht ihre Spuren auf empfindlichem Papier und Seide hinterlassen. Die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, nicht zu eilen, sondern die Werke so zu betrachten, wie mit ihnen in Zscheiplitz gelebt wird – leise, aufmerksam und ohne Eile.
| DuplicateGroupId | 501264721 € |
|---|