„Detailkundig, sprachmächtig und kunstfertig“ schrieb einst die Süddeutsche Zeitung über das Werk Daniel Kehlmanns vom Dreißigjährigen Krieg, in dem Tyll Ulenspiegel - Vagant, Schausteller und Provokateur - zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Müllerssohn geboren wurde. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, gerät mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, die Bäckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Großen. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreißigjährigen Krieg. Und mittendrin Tyll, jener rätselhafte Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.
Der Spiegelbestsellerautor liest am 19. Juni im Rahmen des kulturellen Midsommars der Städtischen Museen Lützen, um 20:30 Uhr aus seinem Buch „Tyll“ im Museum Lützen 1632. Der Einlass beginnt bereits um 19:30 Uhr.