Ausstellung

ieDAS – Design Akademie Saaleck art
WIR LEGTEN HÄNDE IN DAS WASSER
Ulla von Brandenburg und Olaf Holzapfel
Altes Kurhaus Bad Kösen
15. Juni – 8. September 2024


dieDAS - Design Akademie Saaleck freut sich in Kooperation mit der Stadt Naumburg die Eröffnung von Wir legten Hände in das Wasser bekannt zu geben. Vom 15. Juni bis 8. September 2024 werden Werke der renommierten Künstler:innen Ulla von Brandenburg und Olaf Holzapfel im Alten Kurhaus Bad Kösen präsentiert.
Mit der Eröffnung der von Daniel Marzona kuratierten Ausstellung erweitert dieDAS ihr kulturelles
Engagement im Burgenlandkreis. Ziel ist es in der ländlichen Region im südlichen Sachsen-Anhalt mit Kultur- und Kunstprojekten kollaborative Ideenfindung, Innovation und Integration zu fördern und ein sowohl lokales als auch internationales Publikum anzusprechen.
Als spektakuläre Location der dieDAS art Auftakt-Ausstellung wird das zur Zeit ungenutzte Alte Kurhaus Bad Kösen revitalisiert. Das 1911 von Baurat Schmidt errichtete neoklassizistische Gebäude hat Bad Kösen seinerzeit weit über das Saaletal hinaus als beliebten Kurort etabliert. An diese Tradition soll jetzt angeknüpft werden.

dieDAS art, Daniel Marzona und die Stadt Naumburg präsentieren mit Wir legten Hände in das
Wasser zwei Künstler:innen, deren Werke bereits von namhaften deutschen und internationalen
Institutionen, Galerien und Museen vorgestellt wurden. Olaf Holzapfel stellte auf der documenta XIV in Kassel/Athen aus und präsentierte seine Werke unter anderem in Argentinien, Chile und der Schweiz.
Für Mai 2024 ist eine Einzelausstellung im Haus Konstruktiv in Zürich geplant. Ulla von Brandenburg hat ihre Arbeiten u.a. in der Whitechapel Gallery (London, 2018) und im Palais de Tokyo (Paris, 2020) gezeigt und präsentiert derzeit ihre Werke im Museo Reina Sofía in Madrid.
In der aktuellen Ausstellung werden Ulla von Brandenburgs großformatige Stoffbahnen die Räume in lebendige, farbenprächtige und bühnenartige Orte verwandeln, die an traumhafte Welten erinnern. Sie selbst beschreibt ihre Arbeiten oft als „räumliche Inszenierungen“, die aus Folklore, Liedern, Theater, Tanz und Architektur zusammenführen. In ihren Werken erforscht sie nicht nur das Individuum, sondern auch die Dynamik und Funktionsweise von Gemeinschaft und Gesellschaft zwischen Chaos und Regelhaftigkeit. So untersuchen die Werke von Ulla von Brandenburg formal Aspekte des Theatralischen innerhalb der bildenden Kunst und beschwören gleichsam die zarten Momente zwischen Utopie und Wirklichkeit, die den Spalt für neue Perspektiven und bislang Ungedachtes offen lassen.
Olaf Holzapfel vertieft und erweitert seit mehr als einem Jahrzehnt seine Erforschung natürlicher
Materialien und traditioneller Techniken. In seinen vielschichtigen Werken spielen tatsächliche und
illusionistische Bildräumlichkeit, Licht und Farbe eine zentrale Rolle. Durch die Verwendung von Stroh, Reet, Heu und anderen organischen Materialien erforscht er in Materialbildern, Skulpturen und Installationen die Verbindung zwischen ländlichen und städtischen Räumen. Dabei greift er auf
traditionelle Handwerkstechniken zurück, ohne in Nostalgie zu verfallen. Stets auf der Höhe des
theoretischen Diskurses erweist sich seine Arbeit auch im Hinblick auf die soziale und ökologische
Dimension ihrer Fragestellungen als relevant und wegweisend.
Bei aller Unterschiedlichkeit entwickeln beide Ansätze in einem Rückgriff auf ältere Traditionen des
Handwerks, des Theaters, oder des humanistischen Wissens neue Zugänge zu aktuellen
gesellschaftlichen Problemfeldern. Dies geschieht jeweils unter einer besonderen Berücksichtigung von Körperlichkeit, zum einen durch die an den Körper gebundene Wahrnehmung der Betrachter:innen, aber auch durch den Einsatz des Körpers als Maßstab und Ausgangspunkt für das eigene Schaffen. In diesem Sinne entfalten beide Werke ihre eigentliche Kraft ausschließlich in der tatsächlichen Begegnung mit ihrem Gegenüber im realen Raum.
dieDAS und die Stadt Naumburg laden alle Besucher:innen der Ausstellung ein, sich von dieser
einmaligen Erfahrung in den besonderen Räumen des Alten Kurhauses begeistern zu lassen.
Die Ausstellung wird durch ein Vermittlungsprogramm für interessierte Gäste sowie für Schüler und
Schülerinnen aus Bad Kösen, dem Burgenlandkreis und darüber hinaus begleitet.


Besucherinformationen
Öffnungszeiten:
16. Juni – 8. September 2024 jeweils Freitag bis Sonntag 11 – 18 Uhr
Über das Alte Kurhaus Bad Kösen
Inmitten von Bad Kösen befindet sich das historische Kurmittelhaus. Errichtet im Jahr 1911 durch den königlichen Baurat Schmidt, präsentierte sich das Gebäude mit einer neoklassizistischen Fassade, die das Kurhaus in Baden-Baden zum Vorbild hat. Es war das erste kommunale Kurhaus für gemeinschaftliche Inhalationen. Die zwei großzügigen Anwendungsräume sollten der wachsenden Zahl von auch internationalen Besuchern gerecht werden. Die Einrichtung mit den Räumen für Trockeninhalationen und der Radiumtrinkbrunnen entsprach den höchsten technischen und medizinischen Standards ihrer Zeit.
Bis zur Schließung im Jahr 2014 fungierte das Kurmittelhaus als Solebad und noch bis 1998 als
Rehabilitationszentrum für Kinder. Heute ist das historische Gebäude ein stilles Zeugnis der
bedeutenden Vergangenheit Bad Kösens als einstiges Zentrum für therapeutisches Wohlbefinden.
Über dieDAS - Design Akademie Saaleck
dieDAS - Design Akademie Saaleck ist eine internationale Akademie mit Sitz in Saaleck, Deutschland.
Das Programm der Akademie steht für eine transformative, kollaborative Designpraxis und einen
einzigartigen Zugang zur schöpferischen Ideenfindung. Die Gründung der dieDAS erfolgte in enger
Zusammenarbeit zwischen dem Mäzen und Sammler Egidio Marzona, dem dieDAS-Gründungsdirektor
Arne Cornelius Wasmuth und dem Rechtsanwalt Andreas Silbersack. dieDAS ist ein Projekt der
Marzona Stiftung Neue Saalecker Werkstätten und wird massgeblich unterstützt vom Land Sachsen-
Anhalt und der Bundesrepublik Deutschland sowie einem wachsenden Kreis von Partnerinstitutionen
und Förderern.
In Zusammenarbeit mit der dänischen Architektin Dorte Mandrup hat dieDAS einen Masterplan zur
Restaurierung des denkmalgeschützten Gebäudekomplexes der historischen Saalecker Werkstätten im
ländlichen Sachsen-Anhalt erarbeitet. Der Entwurf setzt sich intensiv mit der nationalsozialistischen
Geschichte des Ortes und seines Erbauers auseinander und sucht Lösungsansätze, um das
„unbequeme Denkmal“ gegenwartskulturell zu transformieren und Respekt, Vielfalt und Innovation zu
fördern. Ab 2024 wird die Anlage grundlegend saniert.
Dank der Stipendiat:innen, Partnerinstitutionen und -unternehmen und einem weltweiten Netzwerk von
Designer:innen, Architekt:innen und Kreativen entsteht in Saaleck ein Ort für weite Gedanken und
Visionen – vielfältig, interdisziplinär und offen. Die Design Akademie Saaleck ist ein entschlossenes und
greifbares Zeichen für die Veränderungskraft einer offenen Gemeinschaft mit uneingeschränkter
Gestaltungsfreiheit - in Europa und in der Welt.
Wir legten Hände in das Wasser ist die erste Kunstausstellung der dieDAS – Design Akademie
Saaleck und ein Kooperationsprojekt zwischen der Akademie, dem Kurator Daniel Marzona und der
Stadt Naumburg, um die kulturellen und gesellschaftlichen Impulse und Werte der Akademie über
Saaleck hinaus zu fördern und zu verbreiten. Die Ausstellung wird gefördert durch die Kunststiftung
Sachsen-Anhalt, die Prinzessin Kira A. Princess of Prussia Foundation, die Stadt Naumburg und die
Marzona Stiftung Neue Saalecker Werkstätten.
Für inhaltliche Fragen
Aline Schwibbe
art@die-das.de
Für Medienanfragen
Florian Vanicatte, Send/Receive
florian@sendreceive.eu
+33 6 17 21 69 32
Website: www.die-das.de
Instagram: @design_akademie_saaleck / @marzonastiftung

  • Samstag 15.06.2024, 14:00 - 18:00 Uhr
  • Sonntag 16.06.2024, 11:00 - 18:00 Uhr
  • Touristische Veranstaltung
  • Schlechtwetterangebot
  • für jedes Wetter
  • Zielgruppe Erwachsene
  • Zielgruppe Familien
  • Zielgruppe Senioren
  • für Gruppen
  • für Schulklassen
  • für Familien
  • für Individualgäste

Organisation

Saale-Unstrut Tourismus GmbH