Hjördis Baacke ist eine Künstlerin, deren Malereien und Zeichnungen den Wald als von Licht, Erinnerung und kultureller Wahrnehmung geprägten Raum untersuchen. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die
Frage, wie flüchtige Lichtverhältnisse und atmosphärische Veränderungen unsere emotionale Erfahrung von Landschaft beeinflussen. Inspiriert von Spaziergängen, Reisen und Naturbeobachtungen entstehen Kompositionen, die zwischen Beobachtung und Vorstellung, Realität und Abstraktion oszillieren.
Baackes Waldlandschaften zeigen keine unberührte Wildnis, sondern kultivierte, von menschlicher Präsenz
durchzogene Räume – spürbar in Wegen, Lichtungen oder vegetativen Strukturen. Durch vielschichtige
Farbaufträge und fein nuancierte Kontraste fängt sie das Wechselspiel der Jahreszeiten, des Lichts und der
Zeit ein – und lädt Betrachter:innen zu einem Moment des Innehaltens und der Verbindung mit der Natur ein.
Hjördis Baacke ist 1980 in Leipzig geboren und studierte 2001-07 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bildende Kunst bei Prof. Arno Rink und Prof. Neo Rauch. Sie lebt und arbeitet in Leipzig